Sonntag, 12. april 2009
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13:55
von Wanda Muto
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Sonntag, 5. oktober 2008
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00:11
Am 15. August des chinesischen Kalenders wird das Mondfest gefeiert und um seinen Ursprung spinnen sich alte Geschichten. Eine davon ist bei MiauHui - das "Tempelfest" angerissen, die weitverbreitetste ist jedoch diese:
Einst stand am Himmel nicht nur eine, sondern neun Sonnen und diese schienen heiß auf die Erde und ließen die Ernten verdorren. Ein Mann namens HoYi, ein starker Schütze, schoß acht Sonnen mit
seinem Bogen vom Himmel und die Menschen dankten es ihm. Auf dem Nachhauseweg traf er einen weißbärtigen Alten, der ihn lobte. "Du hast den Menschen sehr geholfen, mit was kann ich Dir dienen"
HoYi antwortete "Ich habe alles was ich zum Leben brauche..."
"Hier hast Du ein Wunderkraut" Erwiderte der Alte. "Wenn du dies ißt, kannst du ewig leben!"
Doch HoYi wollte nicht ohne seine Frau sein. Und wenn er ewig leben würde und sie müßte sterben, wäre das der Fall.
Also gab ihm der Alte zwei Kräuter und glücklich trug HoYi die Medizin heim und gab sie seiner Frau zur Aufbewahrung.
"Heute Abend esssen wir sie gemeinsam, jeder eines, und werden uns für immer lieben." Sagte HoYi zum Abschied.
Seine Frau, ChangE, war wunderschön und wenn ihr Gemahl jagen war, leistete ihr ein weißer Hase Gesellschaft. Sie wartete lange auf ihren Mann und der Duft des Wunderkrauts stieg ihr verführerisch
in die Nase.
Sie sagte sich, wenn ich nun gleich eins esse wird's nicht schaden, Mein Liebster ißt seins eben später. Doch als sie das Kraut schmeckte,... wow! war es so lecker, daß ihr Gehirn sozusagen
aussetzte und sie auch die andere Wunderblume wegnaschte. Kaum geschluckt erschrak sie furchtbar, denn ihre Füße lösten sich von der Erde. Am Hasen festgekrallt, schwebte die Ärmste höher und
höher, und als der Mann endlich heimkehrte, war sie schon oben beim Mond angelangt und wohnt dort nun für ewig in Begleitung des Hasen. So traurig endet die chinesische Geschichte von der schönen
ChangE und ihrem Hasen im Mond.
Wie der Mond so ist das Leben, sagt ein Sprichwort. Es wechseln die dunklen und die hellen Mondnächteeinander ab. Auf Unglück mag Glück folgen. Am Mondfest denkt Ihr an das alte Märchen und widmet
Euch deshalb voll und ganz Euren Lieben!
Ihr bringt ihnen einen Mondkuchen mit, gefüllt mit süßen, roten Bohnen, Lotosfrüchten, mit Nüssen oder süßem Eigelb.
Oder Ihr bringt ihnen gleich eine ganze Geschenkbox mit verschiedenen Mondkuchen mit, und esst sie mit der Hand und nicht mit den beigelegten Plastikgäbelchen.
Dazu esst Ihr einen großen Teller Obst.
Danach guckt Ihr gemeinsam Sport oder eine Kultursendung, oder die Nachrichten oder...
Ihr habt das Glück die Wahl zur Miss Beijing live verfolgen zu können.
Danach noch einen Spatziergang an der Hauptstraße entlang und dann fallt Ihr schon wieder müde ins Bett.
von Wanda Muto
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Samstag, 4. oktober 2008
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12:58
Diese historische Tempelanlage beherbergt die Daoismus (Tao) Akademie von Beijing. Dao ist die philosophische Naturwissenschaft des alten China. Sie versucht anhand logischer Schlußfolgerung das
Wesen und die Zusammenhänge in der Natur zu erkennen. Traditionelle Medizin, Yin und Yang, FengShui, Astrologie sind einige ihrer Bestandteile, ebenso wie TaiChi.
Die Besucher und Studenten des Dao suchen Kontakt zu den Ahnen, den Angehörigen ebenso wie zu den heiligen Lehrern.
Während die zentralen Gebäude ausschließlich die Altare der Lehrer enthalten, die von den Studenten liebevoll gepflegt und in Stand gehalten werden, findet in den darum liegenden Nebengebäuden der
Unterricht statt.
Wenn Ihr durch die recht weitläufige Anlage spatziert, hört Ihr das gemeinsame Sprechen aus den Räumen, und Ihr bleibt vor einer angelehnten Türe stehen, um dem Musikunterricht zu lauschen. Kommt
Ihr im Winter hierher, könnt Ihr gleich neben dem Tempel das MiauHui, das Tempelfest besuchen.
Buddhistische Tempel sind in Beijing am weitesten verbreitet. Eine Glaubensrichtung des Buddhismus gelangte von Tibet nach China. Das irdische Oberhaupt, der BanShan Lama, hält sich alljährlich zu
Kongressen und politischen Treffen in der Hauptstadt auf. Der chinesische Buddhismus hat im Laufe vieler Jahrhunderte starke eigene Strömungen entwickelt, dem im Umkreis der Verbotenen Stadt große
Tempel gewidmet sind. Es gibt auch islamische Tempel und und wir haben eine alte christliche Kirche besucht, die mit Kirchenmusik begeisterten Senioren gefüllt war.
"Zhan" (Zen) wie die buddhistische Lehre genannt wird, die sich aus dem chinesischen Buddhismus und dem Daoismus entwickelt hat, ist wohl mit am weitesten verbreitet.
Ob uralter Geisterglaube, Daoismus, Buddhismus oder Philosophische Lehre, die meisten Chinesen scheinen sich selbst daraus einen eigenen Glauben zu schaffen, der vor
allem von Toleranz geprägt ist.
von Wanda Muto
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Samstag, 4. oktober 2008
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12:43
Weil wir schon bei den Festen sind: Am 1.Oktober wird der
Landesgeburtstag in Beijing mit vielen roten Fahnen, Lampions und Staatsakt begangen Der Tag ist dem Amtsantritt von MaoTseDong im Jahre 1949 gewidmet.
von Wanda Muto
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Donnerstag, 2. oktober 2008
4
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20:42
Wie der Name schon sagt, findet das Tempelfest in der unmittelbaren Umgebung der Tempelanlagen statt. Die Menschen versammeln sich an großen Weihrauchbecken und und
bringen gemeinsam ihre Gebete und Wünsche auf den Weg. Viele tausende roter Holzplättchen gesegnet mit Glückwünschen hängen im Innern der Anlage an Bäumen und Zäunen. Die Gläubigen kaufen sie und
unterstützen so indirekt den Erhalt der Gebäude.
Der Platz vor dem Eingang ist mit einem Meer roter Fähnchen geschmückt, auf denen das Zeichen für Glück geschrieben steht. Das Miau Hui neben dem BaiYunGuan dem
"Weiße Wolken Tempel" ist eines der Größten in Beijing.
Am Eingang des Festes leuchtet riesig das Zeichen für Frühling. Das MiauHui findet alljährlich vom 1.-15.Januar des chinesischen Neuen Jahres statt.
In unmittelbarer Nähe des Tempels erstreckt sich ein
langes Kanalufer, neben dem unzählige Schausteller und Verpflegungsstände auf die Besucher warten. Dort gibt's fast Alles ... außer Alkohol! Trotz der vielen Menschen, läßt sich's ganz entspannt
spatzieren gehen. Hunger ist ein Gefühl, das Ihr pflegen solltet, ehe Ihr hierher kommt! Die Vielfalt schafft den Reiz. Gerichte aus zahlreichen Landesteilen
werden hier von Angehörigen der MinZu, der "Minderheiten" verkauft. Diese Bezeichnung verbinden die Beijinger mit Respekt. Jemand von weit her, ist reich an Erfahrung. Außerdem tragen die fahrenden
HändlerInnen farbenfrohe Kostüme und bereichern so das Bild und den Gaumen.
Tibeter verkaufen SuYoTscha "Tscha" -Tee! ist tibetischer Milchtee. Eine Tasse kostet 5 Yuan (umgerechnet 50 Cent)
XinJiang, eine Region Chinas, die vor allem von
Angehörigen islamischer Religion bewohnt wird, ist in Beijing häufig mit Lammfleischspießchen und Süßspeisen vertreten, aber hier hat ein mongolischer Junge diesen Job übernommen.
Beijinger im Allgemeinen, lieben Lammfleischspießchen! Nicht nur zum MiauHui.
Die Hasenohrchen bedeuten TuYie - Hasenopa... (nicht Bunny!) Eine Krankheit suchte einst Beijing heim, und der Hase im Mond kam auf Geheis des Himmelskaisers in Gestalt eines Mädchens zur Erde um
den Erkrankten zu helfen. Sie hatte nur ein weißes Kleid und bedurfte anderer Menschen Kleider um deren Gestalt anzunehemn. Verwandelt in verschiedene Tiere bewegte sie sich in
Lichtgeschwindigkeit, war überall gleichzeitig um sich zu sorgen. Erst als sie nach langer Zeit als Hasenopa zum Mond heimkehrte, erkannten die Menschen ihre himmlische Herkunft.
Das süße Sesam- oder Bohnen- oder...Mehl wird in der
Schüssel mit kochendem Wasser aufgegossen und dann wie eine Creme Karamel weggelöffelt. Habt ihr noch Platz?...Na dafür gibt's eine regionale Spezialität:
"Baudse" Hefeteigbeutelchen mit diversen süßen und manigfaltigen salzigen Füllungen. Am häufigsten, und Wanda findet am leckersten, sind in den Süßen eine Paste aus roten Bohnen und Zucker
enthalten.
Ihr könnt eine halbe Stunde an Spezialitätenständen vorüberschlendern und Euch durch die Leckereien futtern. Es hält sich alles im finanzierbaren Rahmen und ist nicht vergleichbar mit hiesigen
Stadtfesten, bei denen Ihr nach einem Flammkuchen schon pleite seid.
Außerdem ist es schon eine Lust, unter dem strahlend schönen Winterhimmel den Köchen bei ihrer Arbeit zuzusehen.
Am Ende steht Ihr vor etwas, das Ihr auch noch nie gegessen habt, und Ihr denkt: Schade, Wenn ich wiederkomme, mach' ich hier weiter!
Zum Trost und weil das Leben nicht nur aus Essen besteht, bieten Artisten Unterhaltung...
manche Beijinger auch...
Wenn Ihr noch keine Tigerhausschuhe habt, könnt Ihr hier welche bekommen.
Über hundert meter entlang der Promenade zieht sich ein Zeichen des Glücks und ein Wahrzeichen des Miau Hui...
Und dann wird es langsam Abend und wenn Wanda nicht so müde und satt gewesen wäre, hätten wir noch den riesigen Drachen auf dem Kanal beleuchtet gesehen.
So leuchten uns die letzten Abendsonnenstrahlen heim.
von Wanda Muto
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